Über die Selbsthilfegruppe

Was bietet unsere Selbsthilfegruppe?

Bei unseren Gruppentreffen wollen wir uns über unsere Schüchternheit und soziale Phobie austauschen. Hier findest du Anschluss zu Gleichgesinnten, denen es so ergeht wie dir. Wir wollen gemeinsam mit dir an unserer Schüchternheit und sozialen Phobie arbeiten. 

Unsere Gruppentreffen dauern in etwa zwei Stunden, bei denen du die Chance hast, über Erfahrungen, Erlebnisse und Probleme zu sprechen. Gemeinsam tauschen wir in gemütlicher Runde persönliche Erfahrungen, Eindrücke und Ideen aus, sammeln mehrere Ideen und finden gemeinsam Lösungen. Wir wollen uns gegenseitig unterstützen, uns zuhören, füreinander da sein und stärken. Daraus können sich auch gute Bekanntschaften und Freundschaften entwickeln.

Wie läuft so ein Treffen ab?

Anfangs machen wir eine kleine "Blitzlicht"-Runde, in der jeder sagt, wie er sich fühlt und was ihn oder sie gerade beschäftigt. Das ist schon mal ein guter Anreiz für das spätere Gespräch. Dann überlegen wir gemeinsam einige Themen, über die wir den Abend sprechen wollen. Jeder kann dann etwas dazu sagen, so entwickelt sich ein reger Austausch. Aber generell muss niemand etwas sagen, Zurückhaltung wird ebenso akzeptiert.

Danach schauen wir, welche Themen so anstehen und welche Probleme uns beschäftigen. Gemeinsam sammeln wir Ideen, welche Themen wir besprechen wollen. Wenn jemand Probleme hat, etwas fragt oder Lösungen für ein Problem sucht, hören wir aufmerksam zu, gehen auf denjenigen ein und versuchen gemeinsam Lösungen zu finden. Alternativ können wir auch Gruppenübungen machen, in denen wir spielerisch lernen, Selbstbewusstsein zu entwickeln und mit sozialen Situation besser zurecht zu kommen.

Wir reden aber nicht nur über Probleme, jammern oder meckern, sondern teilen auch schöne und glückliche Momente und Erfahrungen miteinander. Wir machen gemeinsam auch Kommunikationsübungen, in denen wir für den Alltag trainieren, um beispielsweise Vorträge zu halten, in der Gruppe zu sprechen oder auf neue Leute zuzugehen. Auch hier gilt wieder: Es gibt kein Muss, jeder kann entscheiden, ob er mitmacht oder nicht, alles wird akzeptiert.

Das Ganze läuft freiwillig, ungezwungen und locker ab. Gerne machen wir auch etwas außerhalb der vier Räume zusammen: Wir können auf Ausflüge gehen, in eine Bar gehen, zusammen Fahrrad fahren oder einen Spieleabend veranstalten. Wir sind für alle Ideen offen.

 Du musst dich zu nichts zwingen, musst dich nicht vorstellen, sondern kannst dir auch alles in Ruhe im Hintergrund anschauen.

Wir treffen uns jeden Freitag 19.30 Uhr in den Räumlichkeiten der KOBES. 

Wenn du dich angesprochen fühlst und uns gerne mal besuchen willst, kannst du dich per Mail im voraus melden, damit wir Bescheid wissen. Oder du kommst eben einfach spontan vorbei.

Neuigkeiten und wann unsere Treffen stattfinden, erfährst du auf unserer Seite der Caritas.


Gruppenregeln:

  1. Niemand wird gezwungen. Jeder entscheidet, wann er redet oder schweigt. Niemand muss reden. Niemand ist auch verpflichtet, an mancher Übung teilzunehmen.
  2. Möglichst die „Ich“-Form benutzen.
  3. Aufmerksamkeit zeigen. Wenn jemand anderes spricht, sollten keine Seitengespräche geführt oder ins Handy geschaut werden.
  4. Diskretion. Alles bleibt in der Gruppe.
  5. Dem anderen mal sagen, was mir an ihm gefällt.
  6. Klar sagen, was ich will. Jeder muss seine Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen an andere klar und deutlich artikulieren, damit die anderen wissen, woran sie sind. Nur dann kann man auf die Wünsche eingehen.
  7. Es gibt kein „Richtig“ oder „Falsch“. Gefühle und Erfahrungen, die ein Teilnehmer gesammelt hat sind seine ganz persönlichen Erfahrungen. Wir bewerten das nicht, wir kritisieren das nicht und wir geben keine besserwissenden Ratschläge.
  8. Was mich ärgert, spreche ich an. Wer sich über etwas ärgert, spricht es genau an.
  9. „Warum-Fragen“ vermeiden, weil sie oft von den Erfahrungen und Gefühlen wegführen.
  10. Es kann nur einer sprechen. Wir haben den knuddeligen Smily, der über diese Regel wacht. Wer ihn vor sich liegen hat, der ist an der Reihe
  11. Rückmeldung geben, nur wenn von betroffene Person erwünscht. Zuerst die eigene Wahrnehmung neutral beschreiben, dann beschreiben, was das an Gefühlen, Erinnerungen, Bildern bei einem persönlich auslöst. Unbedingt vermeiden, dass die andere Person abgewertet wird.
  12.  Konkret werden. Vom allgemeinen Unwohlsein zu konkreten Situationen kommen, die man beeinflussen kann.
  13. Zum Handeln führen Kleine, gehbare Schritte herausarbeiten, die nicht zu schwierig sind aber nach und nach zum Ziel führen. 

Ziele für eine Veränderung können sein:

· Zu sich selbst, seiner Persönlichkeit und seinen Problemen ohne Minderwertigkeitsgefühl stehen dürfen
· Neue Freunde finden
· Das Gefühl von Wertschätzung und Zusammengehörigkeit genießen
· Erfahrungen im Gespräch austauschen
· Ängste, Sorgen und andere Erfahrungen aussprechen, sich öffnen können
· Kontakte zu Menschen mit ähnlicher Persönlichkeit knüpfen
· Hilfe bekommen und selbst helfen
· Sich auf ein wöchentliches Treffen freuen
· Kommunikationsstrukturen erlernen
· Lösungswege aus belastenden Situationen gemeinsam erarbeiten
· Neue Lebensenergie finden
· Gemeinsame Aktionen (Kino, Kaffeetrinken, Ausflüge, Hobbys, kreative Arbeiten usw.)
· Sich nicht mehr allein fühlen
· Das Selbstwertgefühl stärken
· Nähe zulassen können
· Distanz ertragen lernen
· Lernen, sich angemessen abzugrenzen
· Den Weg ebnen, auch ohne Gruppe zufrieden zu leben.


Der Blog

Unser Blog informiert dich über unsere Selbsthilfegruppe und unsere Neuigkeiten. Außerdem wird es Tipps rund um Schüchternheit und Sozialer Phobie geben und auch Erfahrungsberichte der einzelnen Mitglieder. Schaut also unbedingt regelmäßig rein, es lohnt sich.


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